Aus der Stille

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Aus der Stille

Beitrag von Magie » Samstag 17. Mai 2008, 08:26

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Re: Aus der Stille

Beitrag von LunaLunaFan » Samstag 17. Mai 2008, 11:51

Also die "Aus der Stille" hab ich sehr gemocht. Zugegebenermassen hat sie schon seit 2 oder 3 Jahren nicht mehr den Weg in den CD Player gefunden. Das muss ich demnächst mal ändern:-)

Ich finde diese CD ist sehr gut hörbar, fast schon "Easy Listening" für HM-Verhältnisse.

Das besondere für mich: Am 29.05.1997 habe ich HM im Rahmen der Tour das erste und letzte mal live gesehen (Sinkkasten Frankfurt) und es war ein geiles Konzert :-)

Viele Grüße
LunaLunaFan

priss
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Re: Aus der Stille

Beitrag von priss » Sonntag 18. Mai 2008, 09:41

Tja, auch mit dieser Scheibe kann ich nicht so viel anfangen. Obwohl sie mit "Kann Sein", "Manche Tage" und "Meine Evelyn" ziemlich furios startet, fehlt den Songs doch der letzte Kick.

Was mich zunächst stört, ist der technoartige Stampfbeat, der sich durch große Teile des Albums zieht. Obwohl die Produktion klanglich hervorragend ist, hat Herwig versucht, (damals) "angesagte" Beats zu verwenden. Aber damit kam er einige Jahre zu spät. Am auffälligsten ist das auf "Romeo" zu hören, wo er einen damals ca. 6 Jahre alten Beat von "Snap" verwendet.

Irgendjemand hat hier mal gesagt, dass alle HM-Platten, auf denen Alex Conti mitspielt, eher die schwächeren sind. Das trifft auch auf "Aus der Stille" zu.

Ich fand und finde Herwig immer am stärksten, wenn er von sich, seinen Erlebnissen, Erfahrungen und Gefühlen singt. Dann erreicht er einen Grad an Authentizität und Originalität, der in der deutschen Rockszene seinesgleichen sucht. "Zitronenrhetorik" und "Dampf im Kessel" hat Chris das einmal genannt - ziemlich treffende Ausdrücke! Songs wie "Manche Tage", "Meine Evelyn", "Baby Baby", "Mann mit Hut", "Na Nana Na", "Romeo" und "Kühltruhen in Eskimos" fehlt aber jeglicher "Dampf im Kessel" - sie sind dermaßen unverbindlich, das sie mich in keinster Weise anfixen.

Den satirischen Songs "Mann wie Hut" und "Na Nana Na" triefen zwar vor Sarkasmus, die entscheidende witzig-intelligente Pointe habe ich aber bis heute nicht entdeckt.

Titel, denen oben genannte "Mängel" teilweise fehlen, sind "Der Schrei", "Besser" (die einzige echte Ballade auf dieser Scheibe) und "Ein weiter Weg".

Das einzige echte Highlight dieser Scheibe ist für mich "Irgendwo in Amerika". Hier spürt man noch am stärksten die alte Authentizität und den "Dampf im Kessel", die Herwig kongenial in Musik gegossen hat. Ein großartiger Song über eine große Sehnsucht, übers Enttäuschtwerden, über verlorene Hoffnungen - die Atmosphäre von Desillusionierung ist bei jedem Ton, in jeder Note zu spüren! Gerade beim Outro bekomme ich noch heute Gänsehaut!

Obwohl die Scheibe das beste Cover von allen Mitteregger-Scheiben hatte - die Fotos von Jim Rakete sind einfach großartig! -, floppte sie wie schon die Alben zuvor und führte wieder zum Verlust eines Plattendeals. Ich habe das Düsseldorfer Konzert miterlebt: Da waren gerade mal 150 bis 200 Leute anwesend.

All das führte mit dazu, dass Herwig seinen Beruf als Musiker (vorerst) frustriert an den Nagel gehängt hat.
Zuletzt geändert von priss am Samstag 24. Mai 2008, 09:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Aus der Stille

Beitrag von spliffco » Donnerstag 29. Mai 2008, 10:41

aus der stille ist in meinen augen zu pop lastig, ess fehlen die rock einlagen

dieses album ist eher ein "disko" album

zu den texten hätte ich mir meist eine rockversion gewünscht

das album ist zwar flott gemacht und schnell, aber eben zu poppig
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